Vermögensanlage: Beteiligungen

Beteiligungen oder Alternative Investmentfonds AIF sind für Privatanleger interessante, risikoorientierte unternehmerische Anlagemöglichkeiten als Beimischung zu einem Wertpapierdepot.

Im Unterschied zu den offenen Fonds beteiligt sich der Anleger in der Regel an genau festgelegten Wirtschaftsgütern, beispielsweise einer oder mehreren Immobilien, Energieerzeugungsanlagen oder Schiffen. Ist ausreichend Eigenkapital eingesammelt, wird der Fonds geschlossen.


Der Vorteil der Beteiligung zum Beispiel im Vergleich zu offenen Fonds ist, dass der Anleger genau weiß, in welches Wirtschaftsgut er investiert und er Einfluss auf die Entscheidungen “seiner” Gesellschaft hat. Die
Höhe der Ausschüttungen oder die Auflösung der Gesellschaft bestimmen beispielsweise die Gesellschafter direkt in der meist einmal jährlich stattfindenden Gesellschafterversammlung.

Die Nachteile der Beteiligung sind die lange Kapitalbindung und eine geringere Risikostreuung

Anders als bei offenen Fonds kann der Anleger nicht problemlos seine Anteile jederzeit zurückgeben, also wieder zu Geld machen. Das Kapital ist oft mehr als 10 Jahre festgelegt.

Anleger sollten sich immer unbedingt die Risikohinweise durchlesen und prüfen, welche Maßnahmen die Gesellschaft ergreifen kann und wird, um die Risiken zu verringern. Viele Anleger erschrecken, wenn Sie die Risikohinweise lesen, vergessen aber, dass es keine Anlageform ohne Risiko gibt. Auch bei Aktiengesellschaften kann es zu Insolvenz mit Totalverlust kommen, selbst bei Staatsanleihen kann es zu Zahlungsausfällen und hohen Verlusten kommen (Siehe Argentinien oder die Probleme griechischer Staatsanleihen).

Beteiligungen sind „waffenscheinpflichtige Kapitalanlagen”, da dort immer die Gefahr des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals besteht. So attraktiv eine gute Beteiligung sein kann, Laien fehlt in der Regel die Kompetenz, die Erfahrung und die Zeit, die wirklich guten Angebote auf dem Markt zu erkennen.

Beteiligungen sollten immer in ein Gesamtkonzept eingebunden werden, in dem verschiedene Anlageklassen kombiniert werden und dem wegen der oft langen Kapitalbindung eine Liquiditätsplanung zugrunde liegt.